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Künstlerische Forschung

Intellekt und Somatik

Körperlich-künstlerische Arbeit eröffnet Erfahrung und Transformation, die durch diskursive Erschließung allein nicht zugänglich wären. Intellekt und Somatik sind irreduzibel – und ermöglichen einander.
Dr. Tobias Wieland
Foto: Meydenberg

Weder lässt sich der Körper in Begriffe auflösen noch der Begriff im Körper – gerade in ihrer Spannung wird Erkenntnis möglich.

Künstlerische Forschung ist hier keine Ergänzung der Theorie, sondern ein eigener Erkenntnisweg. Gespräch, gemeinsame Lektüre, Performance und körperbezogene Praxis – verwurzelt auch in der Berliner Kink-Szene – machen erfahrbar, was sich nur beschreiben, aber nicht allein denken lässt: etwa die konsensuelle Aushandlung von Dominanz und Submission, getragen von Aufmerksamkeit, Verantwortung und Vertrauen.

Die Projekte entstehen im internationalen Team, in der Zusammenarbeit mit der Tanzwissenschaft und in der curricularen Lehre an der Freien Universität Berlin.

Projekte

Kuratierte Formate

Kuratierung und Moderation

Philosophical Colloquium

Öffentliche Diskussion laufender Forschung: ein Gesprächsformat, in dem philosophische Texte und noch unabgeschlossene Projekte gemeinsam verhandelt werden.

iksk-berlin.de/philosophical-colloquium

Leitung

Texts as Bodies – Bodies as Texts

Öffentliche Diskussion, gemeinsame Lektüre und somatisch-performative Erkundung: Texte werden als Körper gelesen und Körper als Texte.

Internationales Team

The Think Tank – The Impact of Thinking

Philosophische Reflexion, Sound Art und körperbezogene Praxis treten in einer gemeinsamen Veranstaltung zusammen.

Körper und Tanz

Tanzwissenschaft und somatische Praxis

Lehre in der Tanzwissenschaft

„Choreography Queer Performance, Gender and Sexpositivity“ (2023) und „Necropolitics and Mourning“ (2025), jeweils mit Kirsten Maar, sowie interdisziplinäre Lehre zu Derridas „Force of Law“.

Workshops zu Consent und Körperlichkeit

„Top’s School“ und „Corporeality and Consent“ verbinden philosophische Reflexion mit somatischer Praxis. Im Zentrum steht nicht die Erotisierung von Macht, sondern die konsensuelle Aushandlung von Dominanz und Submission: Grenzen wahrnehmen, Wünsche artikulieren, Verantwortung teilen.

Im Consent-Workshop stehen freiwillige, berührungsfreie Übungen zu Aufmerksamkeit und Körperwahrnehmung im Mittelpunkt.

Ausgangspunkt

Ästhetische Erfahrung

2011–2015: studentischer Mitarbeiter im SFB 626 „Ästhetische Erfahrung im Zeichen der Entgrenzung der Künste“ an der Freien Universität Berlin – dort wurde der Zusammenhang von Kunsterfahrung, Grenzen und Normativität zum ersten Mal Forschungsgegenstand.